Gedenkstättenfahrtder 9. Klassen ins KZ Neuengamme

In der Zeit der NS-Herrschaft in Deutschland wurden in der Zeit von 1933 bis 1945 insgesamt 18 Millionen Menschen in insgesamt 24 Deutschen KZ- Stammlagern und über 1.000 Außenlagern ermordet. 42.000 davon im KZ Neuengamme, südöstlich von Hamburg, wohin die 9. Klassen am 6. Mai eine Gedenkstättenfahrt unternahmen. Das KZ Neuengamme ist fast nicht mehr erhalten, da es nach dem 2. Weltkrieg zu einem Gefängnis umfunktioniert wurde.

Während unserer fünfstündigen Besichtigung wurde uns die Geschichte des Ortes aus der Perspektive der Häftlinge erklärt. Unser Rundgang begann auf dem Appellplatz, wo die damaligen Häftlinge selbst bei schlechten Witterungsbedingungen lange antreten mussten, was uns durch zeitgenössische Skizzen veranschaulicht wurde. Anschließend beschäftigten wir uns mit den Biografien der Inhaftierten, was zeigt, wie individuell doch die Geschichten hinter den vielen durchnummerierten Menschen waren.

Zum Abschluss wurden wir durch das „Haus des Gedenkens“ geführt, wo alle 20.000 bisher namentlich erforschten im KZ verstorbenen Häftlinge auf weißen Teppichen genannt wurden. Das war ein sehr eindrücklicher Abschluss des Wandertages, da die Masse an Namen nur einen Teil der in Neuengamme, und einen sehr kleinen Anteil der insgesamt in Konzentrationslagern umgekommen Menschen darstellt. Hiermit wurde klar, was für eine Vernichtungswirtschaft die Nationalsozialisten damals betrieben.