SVZ-Interview zum MEP 2019 in Berlin

SVZ20190202
Faksimile: Schweriner Volkszeitung vom 02./03.02.2019

 

Goethe im Bundesrat

MEP-Teilnehmende im Bundesrat
MEP-Teilnehmende im Bundesrat

Goethe im Bundesrat – Verfolgt die MEP-Debatten im livestream. Diesen Mittwoch und Donnerstag (30. und 31. Januar), ab ca. 10 Uhr.

→ https://www.bundesrat.de/DE/homepage/homepage-node.html

 

Schulinternes Modell Europaparlamentam Goethe-Gymnasium

Am 29. Oktober war es wieder so weit: alle über 100 Schülerinnen und Schüler der fünf 10. Klassen hatten sich in der Aula versammelt, um die Arbeit des Europaparlamentes zu simulieren.

Mit großer Konzentration und hohem Engagement diskutierten die Abgeordneten sechs Stunden lang die verschiedensten Themen der Europapolitik. Sie hielten Reden, stritten in Rede und Gegenrede über einzelne Aspekte ihrer Resolutionen, verteidigten eigene Entwürfe …. und bedankten sich vor jedem Redebeitrag beim Präsidium für die Erteilung des Rederechts.

Geleitet haben diese Veranstaltung die ehemaligen MEPler des 11. Jahrgangs, die mit viel Umsicht aber auch teils notwendiger Strenge die Diskussion lenkten und ihre eigenen Visionen von Europa und vom MEP in ihren Reden zum Ausdruck brachten.

Damit auch ein Hauch echter Europapolitik in der Aula wehte, hatte der Referatsleiter Europa aus dem Innenministerium, Herr Dopp, in seiner einleitenden Rede die Bedeutung Europas für Deutschland und in besonderer Weise für  MV herausgestellt. Vielen Dank noch einmal für diese inspirierenden Worte!

MEP am Goethe-Gymnasium 2018
Referatsleiter Herr Dopp

An dieser Stelle sei auch noch einmal darauf hingewiesen, dass die Landesregierung die Reisen der Schülerinnen und Schüler zum MEP nach Berlin und ins europäische Ausland seit Jahren großzügig finanziell unterstützt.
Ein großes Dankeschön für die Vorbereitung der Veranstaltung geht auch an die Kollegen, Frau Grünwald, Frau Kohlmann, Herr Labahn, in deren Unterricht die Resolutionen entstanden sind, ebenso an Frau Gründler für die einleitenden Worte und die Freistellung der Kollegen und Schüler für diesen Tag und an Herrn Möhring für die Vorbereitung der Technik in der Aula!

Abschließend bleibt festzuhalten, dass sich der erhebliche Aufwand von vielen Seiten auch in diesem Jahr wieder gelohnt hat und die 9. Klassen sich schon auf einen neuen Durchgang im neuen Schuljahr freuen können.

Hier einige Impressionen der Veranstaltung:

EU-Parlamentarier für eine Woche

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Neun Schüler*innen des Goethe-Gymnasiums hatten vom 4. bis 9. März die Gelegenheit, gemeinsam mit 150 Mitdelegierten aus den 16 Bundesländern, Österreich, Tschechien, Luxemburg und Ungarn, in die Rolle eines EU-Parlamentarier zu schlüpfen.

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Im Plenarsaal des Bundesrates in Berlin diskutierten sie über die Zukunft der europäischen Einigung und über Herausforderungen, die wir nur gemeinsam lösen können: Fluchtursachen, Digitale Revolution, Steuerflucht oder die Handelsbeziehungen zu China.

Ein Höhepunkt war für alle sicherlich die Diskussion mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin und aktuellem Bundesratspräsident Michael Müller. Auch hier drehten sich die Fragen und Kommentare der Jugendlichen um Europa, Partizipation und Nachhaltigkeit. „Beteiligt Euch“ rief er den MEP-Delegierten aus den 16 Bundesländern zu. Denn Demokratie und Europa lebe von der Beteiligung der Jugendlichen. Auf eine Reduzierung des Wahlalters auf 16 Jahre wollte er sich aber noch nicht festlegen.

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Im Mittelpunkt des MEP standen aber die Debatten der Jugendlichen zu den acht Ausschussthemen: Dabei sahen die jungen Delegierten nicht nur so aus wie ihre Vorbilder aus dem Europaparlament, sie redeten auch so. So appellierten sie an die Verantwortung als Europäer, stritten über die Einführung von transnationalen Listen bei den Europawahlen und fragten sich, ob die Digitalisierung wirklich so viele Arbeitsplätze schaffe, wie sie vernichte. Sie forderten das Wahlalter in einer Testphase auf 16 Jahre zu senken, vermehrt Rüstungskontrollabkommen zu schließen sowie ein europäisches Finanzministerium zu schaffen. Sie stellten Änderungsanträge, strichen Resolutionen zusammen und stellten die Geschäftsordnung in Frage.
Nach 16 Stunden Debatte waren allen Beteiligten die körperliche und geistige Erschöpfung anzusehen. Aber viele waren auch glücklich, trotz Herzklopfen eine Rede im Bundesrat gehalten zu haben.