Musiggs rockt das SaarlandMusiggs hat MV bei der Bundesbegegnung „Schulen musizieren“ vertreten

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23.-26.05.2019

Beginn des „Abenteuers“ war um 5:45 Uhr, Einpacken des Equipments in den Bus, bis dann 6:15 Uhr endlich die Reise des Jahres für Musiggs begann. Die knapp 12-stündige Fahrt, mit regelmäßigen Pausen im 2 Stunden Takt, verlief nahezu perfekt, ohne den Einsatz der von Frau Schelhaas vorbereiteten „Deluxe Kotztüten“. Bis wir dann nach einer gefühlten Ewigkeit an der Maximilian-Kolbe-Schule, kurz MKS, in Wiebelskirchen ankamen und dort herzlich von unseren Gastfamilien, die schon gespannt waren, wie ihr Gastkind wohl aussähe, mit einem großen Buffet begrüßt wurden - und kurz darauf, wie Sandsäcke bei diesen in die Betten fielen. Nach dieser dringend benötigten Erholung begann am nächsten Tag gegen 8:00 Uhr schon die Vorbereitung für unseren ersten Auftritt, in Kombination des dort tätigen Blasorchesters mit dem Stück „YMCA“, welches ein voller Erfolg für uns sowie auch die Schule war, da ihre Aula wohl lange nicht mehr so „tobte“.

Nach einer Stärkung in Form von 30 Familienpizzen, die nicht ansatzweiße leer wurden, ging es weiter nach Saarlouis, wo wir auf dem Tbilisser Platz um 16:15 wohl unseren interessantesten Auftritt begannen, bei strahlender Sonne und stechender Hitze, was aber keinen der Zuhörer davon abhielt uns zuzuhören. Am Abend besuchten wir dann die Gebläsehalle, eine stillgelegte Halle, welche früher voll mit Turbinen war, um den Schmelzöfen die nötige Luft bzw. Temperatur zum Schmelzen von Metall zu geben, wo die Preisverleihung des Kompositionswettbewerbs stattfand und jeweils eine Summe von 1500€ an die iBand Saar und SG Big Band ging. Wovon die iBand klar machte, dass jeder musizieren kann, egal, ob er in einem Rollstuhl sitzt oder kein normales Instrument bedienen kann, denn ihr Lehrer ermöglichte es ihnen, mit einer selbst entwickelten Software alles zu spielen. Ein verdienter erster Platz - solange wir nicht teilnehmen (was wir diesmal auch nicht taten). Dann nahm der Tag um 21:30 mit dem Abholen der Gastfamilien von der MKS sein wohlverdientes Ende. Am Samstag trafen wir uns wieder kurz nach 9:00 Uhr vor der Schule und fuhren zur Vauban-Insel in Saarlouis. Dort hatten wir den ersten Auftritt des Tages mit dem Mittelstufenchor des Luisen-Gymnasiums, welcher zu „Celebration“ sang: man merkt, das Stück hat es nicht nur uns angetan. Dieser geschah unter der wohl hellsten Sonneneinstrahlung, die man sich vorstellen kann, aber mit einem zusammengekniffenen und einem geschlossenen Auge war es durchaus erträglich und das Publikum wurde durch uns erst richtig wach. Dann machten wir uns zum neu gestalteten „Theater am Ring“ in Saarlouis auf. Dort lieferten wir nach einer Besichtigung der Innenstadt den wohl besten Auftritt der momentanen Musiggsbesetzung ab!

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Wir nahmen das Publikum vom ersten Moment an mit und setzten mit „Celebration“, zusammen mit dem Hamburger Chor, und „Can‘t Buy Me Love“, wobei Florian Linharts Improvisation absolut zu erwähnen ist, dem ganzem die Krone auf und konnten sogar nicht mehr anders, als dem tobenden Publikum die Zugabe „YMCA“ zu spielen.

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Für mich war das Konzert, das wohl beste der Bundesbegegnung, auch wenn andere Orchester älter und von der Technik besser waren, so gelang es keinem anderen wie uns, dass Publikum so mitzureißen, was die zahlreichen Komplimente an Frau Schelhaas bestätigten.

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Nach diesem Konzert war es nahezu unmöglich an schlafen zu denken und dies tat auch sicherlich keiner vor 12 Uhr - was für ein Tag! Am nächsten Morgen hieß es dann Abschied nehmen von den liebgewonnenen Gastfamilien und das letzte Mal ging es nach Saarlouis zu dem Abschlusskonzert, welches besonders durch den Nürnberger Dürerchor begeisterte, jedoch im Schatten des gestrigen Abends stand. Dann war es soweit: die von allen - wie schön es im Saarland auch war - erwartete Heimreise, welche unbeschreiblich nahezu endlos lang war. Aber das war es wert! Denn die Tage im Saarland trugen dazu bei, dass wir alle durch Musik ein Team und mehr als Gastkind und Gastfamilie, nämlich Freunde wurden - verbunden durch unser aller Leidenschaft: Musik!

Anton Gaida

Am meisten beeindruckt hat mich die Gastfreundschaft und die Freude der Saarländer und der anderen Musikgruppen. Wir wurden herzlich in den Gastfamilien aufgenommen und bekamen viel von ihrer Freude und Liebe zu spüren. Auch die anderen 16 Chöre, Bands und Orchester sorgten für viel gute Laune! Und eines hatten wir alle gemeinsam: den Spaß an der Musik!