Schulgeschichte

Herr Studienrat Paul Strömer (1889 – 1971)

1889 – 1914 Schule und Studium. Sprachwissenschaft, Deutsch/Englisch/Französisch
1899 Einschulung im Gymnasium Fridericianum Schwerin
1914 – 1918 Frontsoldat Einsatz in Flandern (Offizier)
1919 – 1939 Lehrkraft für Deutsch und Englisch im Gymnasium Fridericianum Schwerin
1939 – 1945 Wehrdienst als Dolmetscher und Dolmetscherausbilder in Frankreich und Berlin
1945 – 1956 Lehrkraft für Deutsch und Englisch, Goethe-Schule II

In der Nazizeit hatte Herr Strömer ein Disziplinarverfahren durchzustehen. Anlass war die Forderung der Schulleitung, er solle endlich der NSDAP beitreten. Dieser Forderung hat er sich nur entziehen können, indem er sich zum Wehrdienst meldete.
1945 wurde er sofort in den Schuldienst übernommen, da er kein NSDAP-Mitglied gewesen war.

1953 wurde Herr Strömer mit mehreren Kollegen in seinem Alter aus dem Schuldienst entlassen, also ein Jahr vor seiner Pensionierung. Als Grund wurde angegeben: Er genüge nicht den erzieherischen Anforderungen der DDR. Aufgrund eines „Formfehlers“ mussten alle Entlassungen rückgängig gemacht werden. Danach durfte Herr Strömer noch zwei Jahre länger unterrichten. Es bestand Fachkräftemangel wegen der vielen Abwanderungen in den Westen.

Diese Informationen stammen von dem Sohn des ehemaligen Lehrers der Goethe-Schule, Herrn Paul Strömer, der heute in Freibug im Breisgau lebt und uns auch das Fotomateiral zur Verfügung stellte.

Im Zeitraum von 1948 bis 1952 besuchte auch der Sohn Paul Strömer das Gymnasium Fridericianum bzw. dann  – nach der Umbenennung – die Goethe-Schule.
Das Foto zeigt seine Klasse 9a3 im September 1948. Klassenleiter war Herr Dr. Kaminski. 21 Schüler dieser Klasse legten 1952 das Abitur ab.
Paul Strömer ist knieend unten rechts zu sehen. Er verließ Schwerin nach vollendetem Abitur 1952 in Richtung Westen.

 

^Seitenbeginn


Webspace sponsored by Planet IC