Goethe-Gymnasium Schwerin


Schullogo

 

Schulgeschichte

Während andere Schulen auf eine lange währende Geschichte an einem Standort verweisen können, blickt unser Gymnasium seit mehr als 60 Jahren auf eine bewegte Historie an vier verschiedenen Orten innerhalb Schwerins zurück.

Klicken Sie auf der Karte, um mehr über die Schulgeschichte am jeweiligen Standort zu erfahren.

Stadtplan

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Entstehung und Namensgebung

Der Vorläufer unserer Schule ist das in grauer Vorzeit ursprünglich als Domschule gegründete und seit 1818 als humanistisches Gymnasium geführte Fridericianum. Es erfreute sich zu jener Zeit der besonderen Obhut des mecklenburgischen Großherzogs Friedrich Franz I.

Goethe-Schule am Pfaffenteich Die Goethe-Schule am Pfaffenteich

Am Schulstandort August-Bebel-Straße am Pfaffenteich nahm 1948/49 die Oberschule für Jungen den Lehrbetrieb auf. Sie war durch Zusammenlegung des Schweriner Realgymnasiums in der heutigen Friedensstraße, der Oberrealschule in der Bergstraße und des Gymnasiums Fridericianum entstanden.

Lehrerkollegium 1949 Die Lehrerschaft 1949

Vordere Reihe sitzend von links: Herr Bornhöft (Hausmeister), Herr Otto Schröder, Herr Dr. Neumann, Herr Dr. Wilhelm Gernentz (Direktor), Herr Dr. Mau, Herr Dr. Friedrich Schult, Herr Schwarz (Hausmeister).
Mittlere Reihe stehend von links: Herr Dr. Wilhelm Hoth, Herr Edmund Schröder, Herr Martin Karsten, Herr Beyer, Herr Dunkelmann, Herr Becker, Herr Dr. Seemann, Herr Werner Drews, Herr. Dr, Stephan Kaminsky, Herr Strusny, Herr Brauer, Herr Helmut Prehn.
Hintere Reihe stehend von links: Herr Walter Schröder, Herr Bamberg, Herr Dr. Stahl, Herr Giesecke, Herr Schumacher.
Es fehlen: Herr Scheidthauer, Herr Rudolf Gahlbeck, Herr Dr. Hans Erdmann.

Am 17. Juli 1949 erhielt die neue Schule den Namen “Johann Wolfgang Goethe”.

Erster Direktor der Goethe-Schule wurde Herr Dr. Wilhelm Gernentz.

Schülerzahl: 472

Lehrerzahl: 28

fünf 9. und 10. Klassen,

vier 11. und 12. Klassen

Koedukation an der Goethe-Schule Schülerinnen(!) und Schüler der 1950er Jahre auf dem Schulhof

Ab dem 1. September 1950 tat sich Seltsames in der Goethe-Schule am Pfaffenteich.

MÄDCHEN gingen als Schülerinnen hinein.

Das zuvor erlassene Gesetz zum gemeinsamen Unterricht von Mädchen und Jungen (Koedukation) bescherte der Goethe-Schule die Zusammenlegung mit der Oberrealschule für Mädchen (Bergstraße).

Aufgrund der ansteigenden Schülerzahlen kam es zur Teilung der Schule in Goethe I und Goethe II. Der Unterricht erfolgte jedoch im Wechsel von Vor- bzw. Nachmittagsunterricht in denselben Räumlichkeiten. Einschließlich sonnabends wurde jeweils von 8 bis 13 Uhr oder von 13 bis 18 Uhr unterrichtet.

Die Schwerpunktsetzung der Ausbildung fand sich in den Klassenbezeichnungen wieder:

A Neusprachenzweig,

B Naturwissenschaftlicher Zweig,

C Altsprachenzweig.

In diese Zeit der sowjetischen Besatzungszone bzw. der jungen DDR fallen auch eine zunehmende ideologische Einflussnahme der staatlichen Organe bzw. der sowjetischen Gerichtsbarkeit auf Lehrer und Schüler bis hin zu Verhaftungen und Verurteilungen, die vom Fachbereich Geschichte in der viel beachteten Ausstellung "Tatort Goethe-Schule" dokumentiert und diskutiert wurde und wird.

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Goethe in Lankow

Goethe-Schule in Lankow 1970 - Umzug in die "Platte"

Weil die Goethe-Schule am Pfaffenteich völlig überfüllt und eine zweite zum Abitur führende Einrichtung in Schwerin nicht gewollt war, blieb nur der Umzug in ein neues, weniger traditionsreiches Gebäude.

Mit diesem ersten Wechsel des Schulstandortes begann eine regelrechte Odyssee der Goethe-Schule quer durch die ganze Stadt - immer den Neubau-Aktivitäten der Stadtoberen folgend.

Zweiter Schulstandort wurde also das damalige Neubaugebiet Lankow im Nordwesten Schwerins.

Die offizielle Übergabe des Schulgebäudes mit neu ausgestatteten Fachräumen fand am Sonnabend, dem 28. Februar 1970, mit einem zünftigen Fahnenappell statt.

Faksimile zum Umzug nach Lankow Quelle: Schweriner Volkszeitung, März 1970

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Goethe auf dem Großen Dreesch

Erneuter Umzug zum Großen Dreesch Im März 1976 - Umzug zum Großen Dreesch

Bereits sechs Jahre später hieß es schon wieder Sachen packen. Die Goethe-Schule zog um zum Grünen Tal auf dem Großen Dreesch. Das Gebäude in Lankow wurde für eine andere zehnklassige Schule benötigt.

Am 10. März 1976 fand die Übergabe des noch größeren Gebäudes an 534 Schülerinnen und Schüler und 39 Lehrerinnen und Lehrer statt.

Sie alle konnten die schöne Aussicht auf das Grüne Tal genießen, eine kleine Naturoase inmitten der Plattenbau-Siedlung mit damals 65000 Einwohnern.

1979 wurde die sehr lange musische Tradition und die qualifizierte künstlerische Arbeit an der Goethe-Schule anerkannt. Erstmals richtete man beginnend mit Klasse 9 eine Spezialklasse für Musik ein. Die Schülerinnen und Schüler dieser Musiklassen erhielten Stimmbildungs- und Instrumentalunterricht und verstärkten den seit seiner Gründung 1959 sehr erfolgreichen Jugendchor.

Faksimile zum Umzug zum Großen Dreesch Quelle: Schweriner Volkszeitung, März 1976
Man beachte die Bildunterschrift: von wegen "endgültig".

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Goethe in der Weststadt

Seit der Etablierung der Spezialklassen für Musik erwies sich das Schulgebäude auf dem Dreesch zunehmend als ungeeignet. Es gab dort keine Aula für die Chorproben und der Instrumental- und Stimmbildungsunterricht fand in normalen Klassenräumen oder bei den Lehrerinnen und Lehrern zu Hause statt.

Das konnte nur eines bedeuten: Umzug.

Faksimile zum Umzug in die Weststadt
Die Norddeutsche Zeitung berichtete am 12.05.1984.
Dieser Zeitungsbericht stammt aus der Feder unseres ehemaligen Schülers Axel Seitz. Vielen Dank für die Zusendung.

Diesmal - gewissermaßen als Krönung - wurden Sack und Pack mitten in einem Schulhalbjahr in das heutige Gebäude in der Weststadt geschafft - ganz genau am 14. und 15. Mai 1984.

Ein Schulgelände mit Campus-Charakter in der Weststadt Die Seitentrakte - auch Pavillons genannt.

Die aus den 1950er Jahren stammenden Räumlichkeiten in der Weststadt mit Seitentrakt und Aula eigneten sich besser für die musische Ausbildung. Neben dem Chor gab es in den 1980er Jahren eine Singegruppe, ein Kabarett und einen Schulclub.

Auch Theater-Inszenierungen wie der "Urfaust" unter der Regie des damals schon äußerst talentierten Andreas Dresen bleiben unvergessen.

Schulreform 1990 und Zusammenlegung mit dem Lessing-Gymmnasium

Nach der politischen Wende 1989 verändert sich auch die Goethe-Schule.

Herr Peter Dethloff wird 1990 zum Schulleiter berufen.

Aufgrund des "Ersten Schulreformgesetzes des Landes Mecklenburg-Vorpommern" vom 26. April 1991 wird die bisherige EOS (Erweiterte polytechnische Oberschule) als Gymnasium weitergeführt mit neuen Schülern bereits ab Klasse 5 und neuen Lehrplanentwürfen.

Als allgemein bildende Einrichtung nimmt das Gymnasium "Johann Wolfgang von Goethe" seine Arbeit auf.
Ein Neuanfang, der auch die Wiederbelebung alter Traditionen beinhaltet, z. B. Goethe-Festwoche mit Aufsatzwettbewerb, Jahrbuch.

Kinderchor Der Kinderchor beim Festakt zum Schuljubiläum 1999

Zum traditionsreichen Jugendchor kommen 1991 der Kinderchor, ein Kammerorchester sowie eine Big Band hinzu. Tanztheater und die Theatergruppe nehmen ihre Tätigkeit auf bzw. intensivieren ihre Arbeit und feiern Erfolge auf gesamtdeutscher Ebene.

1994 erhält das Goethe-Gymnasium den Status eines Musikgymnasiums.
Seit 1979 gab es Spezialklassen für Musik, ab 1993 erfolgte diese Spezialausbildung bereits ab Klasse 7, inzwischen ab Klasse 5 in so genannten M-Klassen mit Stimmbildung, Instrumentalunterricht und Mitwirkung in den künstlerischen Ensembles.

Natürlich gab und gibt es immer den allgemein bildenden Zweig, der bei erfolgreichem Abschluss die allgemeine Studierfähigkeit der Abiturientinnen und Abiturienten sichert.

Bei Goethe kann man seither in der Abiturstufe neben allen üblichen Fächern auch einen Leistungskurs Musik belegen.
1993/94 ist das Goethe-Gymnasium mit 820 Schülern und 55 Lehrern das größte Gymnasium in Schwerin.

1998 wird das benachbarte, erst 1991 gegründete Lessing-Gymnasium auf politischen Beschluss aufgelöst und mit dem Goethe-Gymnasium zusammengeschlossen.
Ergebnis: Ein "Mammut-Gymnasium" mit vier Gebäuden.

1999 besuchten 1200 Schüler das Gymnasium und wurden dort von 85 Lehrern unterrichtet.

Schulsanierung von 1997 bis 2001

Am 1. November 1997 fiel der Startschuss für die Sanierung und Rekonstruktion des naturwissenschaftlichen Bereiches im Haus 1. Das komplette Haus 1 erhielt zeitgemäß ausgestattete Räume für den Biologie-, Chemie-, Physik- und Informatik-Unterricht.

Fertigstellung: Herbst 1998, Frühjahr 1999: Herrichtung der Außenanlagen.

1998/1999 erfolgte die Sanierung des Musiktraktes (Pavillon 1 und 2).

Die neu gestaltete Aula Das Aula-Foyer
Ab Frühjahr 2000 wurde auch die Aula komplett saniert und um Nebenräume, einen Tanzsaal und das neue Aula-Foyer ergänzt.

Außenanlage der Aula Fertigstellung der Aula im September 2001.

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