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„Danke für das Wort. Katrin
Kleinschmidt mein Name“, um es einmal ganz formell zu sagen.
Auch dieses Jahr hat unsere
Schule wieder an dem deutschlandweiten Projekt Modell Europa Parlament
teilgenommen, an dem sich zudem Schüler aus Polen und Ungarn beteiligten.
Dieses Jahr fand es vom 26.
Februar bis zum 2. März statt.
Es waren interessante sechs Tage
mit viel Spaß aber auch viel harter Arbeit und wenig Schlaf.
Aber was ist das Modell Europa
Parlament eigentlich genau? Und was macht man dort?
Nun ja, zuerst einmal gibt es 18
Delegationen, wovon 16 aus den deutschen Bundesländern kommen und jeweils
eine aus Polen und Ungarn. Jede dieser Delegationen entsendet acht
Teilnehmer nach Berlin und jede stellt zudem einen europäischen Staat dar.
Jeder der Teilnehmer einer
Delegation beschäftigt sich mit einem europäischen Problem, über das er zwei
Tage lang mit Teilnehmern aus den anderen Delegationen als Ausschuss
zusammen diskutiert. Dabei entstehen dann Resolutionen. Diese bestehen aus
IC's (Introductory Clauses = einleitende Sätze),
die das vorgegebene Problem beschreiben, und OC's (Operative
Clauses = ausführende Sätze),
die Lösungsansätze für dieses Problem anführen. Mein Ausschuss zum Beispiel
hat sich mit der EU-Außenpolitik beschäftigt. Geleitet wird jeder Ausschuss
von zwei Ausschussvorsitzenden und deren Assistenten, welche alles ehemalige
Teilnehmer des MEP sind.
Nach diesen zwei Tagen „Ausschussarbeit“
treffen sich dann alle Teilnehmer des MEP in einer Plenarsitzung im
Bundesrat. Dort werden alle Resolutionen diskutiert. Es können auch Gegen-
und Verteidigungsreden zu den Resolutionen gehalten werden
(welche größtenteils in der vorherigen
Nacht geschrieben werden und was dann auch erklärt, warum viele während der
Plenarsitzung müde sind und oder schlafen).
Am Ende einer jeden Diskussion wird dann über die Resolution abgestimmt
(dieses Jahr wurden vier
von acht angenommen).
Geleitet wird diese Plenarsitzung von drei
Präsidenten (nein keine
„echten“) (die teilweise von den schlafenden Delegierten und
Ausschusspräsidenten oder deren „Spielchen“ abgelenkt werden).
Doch neben all dieser harten Arbeit macht
das MEP natürlich Spaß. Wir haben die Chance bekommen, zu zeigen, was wir
drauf haben, wir haben das Bundespresseamt und den Bundestag besichtigt,
nahmen an einer Fishbowl-Diskussion mit zwei Politikern teil
(jeder hat die Möglichkeit, ihnen zu
bestimmten Themen Fragen zu stellen)
und haben einen Flashmob vor dem Brandenburger Tor gemacht
(einen Freez mit anschließendem Singen der
Europahymne).
Aber vor allem haben wir neue Leute kennengelernt und Freundschaften
geschlossen, die hoffentlich noch lange anhalten werden.
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